Grossaufmarsch und Gast Gölä

Der Jodlerklub Lyssach hat zur 2. Jodlerwanderung geladen und die Freunde des Jodlergesangs, der regionalen Kulinarik und der urchigen Gemütlichkeit sind der Einladung aus der ganzen Schweiz und sogar aus Übersee gefolgt.  Der Star unter den rund 1’200 Gästen war Mundartrocker Gölä, der bei einer traditionellen Chästeilet als Käsegötti amtete und seine neue CD «urchig 2» lancierte.

Die Dorffahnen gehisst, das Wetter perfekt und überall gut gelaunte Menschen, die mit strammem Wanderschritt der Mehrzweckhalle entgegen marschierten. So präsentierte sich das Bild am vergangenen Samstag in Lyssach, kurz bevor der Startschuss für die ausgebuchte Jodlerwanderung abgegeben wurde.  Und bereits bei der zweiten Ausgabe, darf von einem Erfolgsrezept gesprochen werden. Denn so simpel  das Konzept, so erfolgreich das Resultat: Fünf Jodlerklubs – einer aus jedem Teilverband des Eidgenössischen Jodlerverbandes – bringen ihre regionalen Spezialitäten mit nach Lyssach und betreiben auf der 5 Kilometer langen Wanderstrecke ein Beizli, bei dem sich die Wanderschar verpflegen und verweilen kann. Der Jodlerklub Lyssach stellt dabei die Infrastruktur zur Verfügung und ist für die Gesamtorganisation verantwortlich.

Stargast Gölä zog alle in seinen Bann
Bodenständig und volksnah, so zeigte sich Gölä als Käsegötti und packte selber mit an, als es darum ging, den Laib Emmentaler Käse nach alter Tradition mit dem Drahtseil zu teilen. «Die Wanderung hat mir als Naturmensch und Musiker so wunderbar gefallen, dass ich die Strecke gleich zweimal abgelaufen bin. Die zufriedenen Menschen, die spontanen Jodeleinlagen und natürlich auch die verlockenden Köstlichkeiten, sind ganz nach meinem Geschmack.» Auch sein Amt als Käsegötti habe er sehr gerne wahrgenommen. «Ich kann so etwas zurück geben, denn es sind die Jodler vom Jodlerklub Lyssach, die bei meinem neuesten CD-Projekt «urchig 2» mit ihrem Gesang beim Lied «Wenn d’Sunne hinterem Jura untergeit» mitwirken. Das Lied ist der Wahnsinn – Hühnerhaut garantiert!» Natürlich waren die Signaturen und Selfies mit dem Mundartrocker den ganzen Tag über sehr gefragt.

Der Hitze getrotzt
Sie war in aller Munde und hat auch bei den Vorbereitungen zur Jodlerwanderung ordentlich Schweiss ausgetrieben: Die anhaltende Hitzewelle. Man hat sich deshalb einiges einfallen lassen, damit der Tag nicht zur Brutwanderung wurde: Oberster Wandervogel, OK-Präsident, André Vogel: «Mit kurzerhand organisierten Sprühnebelstationen, überall gekühlten Getränken und dank der Tatsache, dass ein Grossteil der Wanderstrecke durch den kühlen Wald und vorbei an vielen Brunnen führte, konnten wir den Gästen einen angenehmen Aufenthalt gewährleisten.» Und natürlich haben die wunderbaren Jodelklänge auf der ganzen Strecke und bis früh am Morgen auch dafür gesorgt, dass es einem immer wieder wohlig kalt den Rücken ab «tschuderete».

Grossartige Zusammenarbeit mit den Gastjodlerklubs
Erfrischend darf auch die Zusammenarbeit mit den Jodlerklubs bezeichnet werden, die auf der Strecke für Unterhaltung und Kulinarische Höhenflüge gesorgt haben. Es ist bemerkenswert, wie die Jodler ruhig Hand in Hand arbeiteten und zwischen Servieren, Kochen und Aufräumen auch immer wieder Zeit für ein Ständchen gefunden haben.

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